#WIRWARBURGER

Finanzielle Unterstützung der Flüchtlingsberatung der Diakonie Warburg im Jahr 2021

von Thorben Dierkes

Die Fraktionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und BÜRGER-Union sowie RF Melanie Eichert haben gemeinsam einen Antrag zur Aufrechterhaltung der Beratung von Geflüchteten Menschen in Warburg in den Rat eingebracht.

Die Fraktionen möchten erreichen, dass die Beratung von Geflüchteten in Warburg aufrecht erhalten wird, um dies trotz der verringerten Landesförderung sicherzustellen soll nach Willen der Fraktionen die Geflüchteten-Beratung der Diakonie jährlich mit 5000€ gefördert werden. Mit dem Geld soll die Stelle mitfinanziert werden.

Die Vorbereitungen für den Antrag sowie die Recherche zu den Beratungszahlen 2019 und weiteren Hintergründen hat bereits am 15.10.2020 begonnen. Die interfraktionelle Abstimmung sowie das Ausformulieren hat dazu geführt, dass der Antrag wohl nach einem Telefonat zwischen der Geschäftsführerin der Diakonie und der Stadtverwaltung eingegangen ist, bei dem die Stadtverwaltung diese mittel bereits zugesagt hat. Hiervon haben wir nur durch die Presse Kenntnis erhalten. Da aus der Pressemitteilung das konkrete Aufgabenspektrum der Stelle nicht eindeutig hervorgegangen ist haben wir den Antrag nicht zurückgezogen um sicherzustellen, dass der Umfang der Stelle nicht verändert wird.

Die Diakonie Warburg hat seit dem Jahr 2016 ein effektives und erprobtes Angebot für die Beratung von Menschen mit Fluchthintergrund in Warburg aufgebaut. Dieses in Warburg beheimatete Angebot würde aber im kommenden Jahr nicht weiter fortgeführt werden können, da die Landesmittel für dieses Angebot gekürzt wurden

Migrations- und Fluchtbewegungen sind ein anhaltendes Phänomen, dass alle europäischen Staaten gemeinsam solidarisch fordert. Zur politischen Realität gehört dabei, dass Menschen zu uns kommen, die ein Anrecht auf Asyl haben und deren erfolgreiche gesellschaftliche Integration nicht von selbst geschieht und von allen beteiligten gesellschaftlichen Akteur*innen Ressourcen fordert. Der erste Schritt zu einer gelungen sozialen wie beruflichen Integration ist dabei eine effektive und erprobte Beratung vor Ort, welche frühzeitig beginnen muss. Eine gelingende Integration hängt dabei von der erfolgreichen Einmündung in Erwerbsarbeit Verhältnisse  und einem hohen Grad an Partizipation an der Gesellschaft ab . Hier ist sowohl Blick auf den Fachkräftebedarf als auch auf die Kompetenzen der Migrant*innen, eine differenzierte Beratung und Begleitung als Sozialraumorientiertes Quartiermanagement für das Ziel der gelingenden Integration zu präferieren. Sinnvoll für Warburg und die hier ansässigen Unternehmen wäre es, die individuellen Möglichkeiten der Menschen zu fördern und so eine erfolgreiche berufliche Integration in das duale Ausbildungssystem zu ermöglichen.

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